05.02.2010

Wie erstelle ich eine Vektordatei? – Tutorial Teil 3: Vektorisieren durch Nachzeichnen

Letzte Woche wurde die Funktion zum automatischen Vektorisieren von Bildern vorgestellt. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass dabei die Ergebnisse je nach Vorlage stark variieren können und sich manche Motive nur schlecht umwandeln lassen. Für solche Fälle gibt es eine weitere Methode, ein Bild in eine Vektordatei umzuwandeln: das Nachzeichnen.

Beim Nachzeichnen legt man die Pfade eines Bildes selber fest, was sonst das Programm für einen erledigt. Dies klingt schwerer als es ist, denn eigentlich unterscheidet sich das Zeichnen einer Vektordatei nicht vom Zeichnen einer Bitmap Datei. Man zeichnet Linien um Pfade zu beschreiben und füllt diese nach Bedarf aus.
Das heißt aber auch, dass man, um gute Ergebnisse zu erzielen, ein gewisses zeichnerisches Talent mitbringen muss. Einfache Formen lassen sich noch relativ simpel umsetzen. Will man aber z.B. Fotos mit Personen darstellen, kommt man nicht drum herum, per Hand zu zeichnen. Mit der Maus ist dies meistens noch schwieriger, deswegen empfiehlt es sich, ein Grafik Tablett zu benutzen. Das alles ist sehr aufwändig und erfordert viel Können sowie Konzentration. Trotzdem ist das Nachzeichnen in manchen Fällen dem automatischen Vektorisieren vorzuziehen und gleichzeitig recht einfach.



Bei unserem Beispielbild sieht man, dass das automatische Vektorisieren nur schlecht funktioniert. Zu dunkle Farben, Schatten und Lichteffekte machen das Ergebnis entweder zu dunkel oder zu hell. Da es sich bei der Kugel aber um ein relativ simples Bild handelt, kann man es einfach per Hand umwandeln.

Zuerst wird die Vorlage ins Inkscape geladen. Dann legt man unter Ebene -> Ebene hinzufügen eine neue Ebene an. Deren Deckkraft setzt man unten links auf etwa „70“ runter. Dadurch scheint unsere Vorlage beim Zeichnen weiterhin durch, und wir können alles korrekt platzieren.



Da unsere Grundform eine Kugel ist, wählen wir in der linken Leiste das Tool für Kreise aus. Die ausgewählte Farbe sollte schwarz sein, da wir jetzt die Grundform erstellen, die später geplottet wird. Mit gedrückter linker Maustaste ziehen wir den Kreis auf die gewünschte Größe. Sollte noch nicht alles passen, wählt man in der linken Leiste den oberen Pfeil aus. Nun kann man durch anklicken und ziehen das Element beliebig strecken, ziehen und drehen. Wenn alles passt, erstellen wir die Lichteffekte und das Weiße auf der Kugel. Diese sind ebenfalls Kreise, die wieder beliebig in die richtige Form gezogen werden können. Da unsere Vorlage durchscheint, können wir die Formen direkt an sie anpassen.



Fehlt nur noch die Zahl auf der Kugel. Dafür wählen wir in der linken Leiste das Tool für Texte aus (großes A). Mit der linken Maustaste bestimmen wir den Bereich für den Text. Dann können wir die Zahl eingeben. Über das Menü Text -> Schrift und Text gelangen wir zur Auswahl von Schriftarten und Größenänderung. Hier lässt sich eine Schriftart auswählen, die dem Original nahe kommt.

Wenn man keine passende installiert hat, lassen sich viele Schriftarten im Internet finden, teilweise auch solche, die Originalmarken nachempfunden sind. Hat man etwas Passendes gefunden, kann man auch den Text in die richtige Position drehen.


Zum Schluss stellen wir wieder die Deckkraft unserer Zeichnung auf 100% und löschen die Vorlage.



Durch das Nachzeichnen konnten wir einen einfachen Gegenstand ohne störenden Hintergrund in einer Vektorgrafik darstellen. Wir müssten nicht einmal eine Linie per Hand zeichnen. Selbstverständlich ist dies nur bei so simplen Objekten wie einer Kugel möglich. Kompliziertere Motive nachzuzeichnen bedarf viel Übung und Zeit. Da ist es einfacher, die automatische Funktion zu benutzen und etwaige Ausbesserungen vorzunehmen.

Dieses Tutorial sollte nur einen kurzen Überblick über die Möglichkeiten geben, wie man mit Inkscape Bilder in Vektorgrafiken umwandeln kann. Es sollten einige Ideen und Anregungen zur Bildbearbeitung gegeben werden. Natürlich ist dies nicht alles, was es zum Vektorisieren zu sagen gibt. Wenn man sich weiter mit dem Thema beschäftigt, wird man mit der Zeit seine eigenen Tricks und Kniffe lernen.

Wir hoffen, das Tutorial konnte euch weiterhelfen und euch das ein oder andere beibringen.

03.02.2010

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01.02.2010

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Ab 01.03.2010 gibt’s einen neuen "Knaller des Monats" – Lasst Euch überraschen!

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Herzlichen Glückwunsch!

Die Gewinner des Januar-Gewinnspiels stehen nun fest.

Das gesuchte Motiv heißt „Noble Crown“ und befindet sich in der Kategorie „Abstraktes“.

Hier die glücklichen Gewinner:

1. Preis: Marijke aus Bielefeld
2. Preis: Sandra aus Sommerkahl
3. Preis: Judith aus Karlsbad

Die Gewinner sollten in den nächsten Tagen ihren Briefkasten im Auge behalten ;)

Alle anderen Teilnehmer erhalten als kleines Dankeschön einen Gutscheincode per Mail!

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25.01.2010

Wie erstelle ich eine Vektordatei? – Tutorial Teil 2: Vektorisieren mit Inkscape

Vorletzte Woche hatten wir die Grundlagen zum Vektorisieren eines Bildes besprochen. Nun wollen wir uns ans Werk machen und ein konkretes Bild in eine Vektorgrafik umwandeln.

Man braucht ein Programm, mit dessen Hilfe man Vektorgrafiken bearbeiten kann. Davon gibt es zahlreiche Produkte auf dem Markt, eine gute Alternative ist das Programm „Inkscape“. Dieses kann man kostenlos downloaden.
Es gibt zwei Techniken, um ein Bild zu vektorisieren.

1. Vektorisieren mit Hilfe der automatischen Vektorisierungsfunktion (in Inkscape vorhanden)
2. Vektorisieren durch Nachzeichnen

Beide Methoden unterscheiden sich hinsichtlich des Zeitaufwandes und der Vorkenntnisse in der Grafikbearbeitung. Mit der automatischen Funktion lassen sich einfache Bilder schnell umwandeln. Da das Ergebnis jedoch in den seltensten Fällen perfekt ist, bedarf es auch bei dieser Variante ein wenig Nachbearbeitung.
Hier werde ich die einfachsten Schritte zum Vektorisieren mit Hilfe der automatischen Funktion erklären.

Zuerst wird das Bild im „Inkscape“ geöffnet. Dazu öffnet man das Programm und wählt über den Reiter Datei -> Öffnen den Pfad des Bildes aus oder man macht direkt einen Rechtklick auf das Bild und wählt Öffnen mit -> Inkscape.


Um das Bild nun zu vektorisieren, klickt man zuerst im Programmfenster auf das Bild und wählt dann in der oberen Menüleiste den Reiter Pfad -> Bitmap vektorisieren. Nun öffnet sich ein Fenster mit mehreren Auswahlmöglichkeiten und einem Vorschaufenster. Für unsere Zwecke sind hier nur die ersten drei Funktionen inklusive Regler sowie das Vorschaufenster mit dem Button zum Aktualisieren wichtig.



Wie man sieht, gibt es 3 Arten, ein Bild zu vektorisieren.

1. Helligkeitswerte – hier wählt man die Helligkeit aus, ab der ein Teil des Bildes als Pfad erkannt wird, also ab wann er zur Folie gerechnet wird. Je höher der Schwellenwert, desto größer der Bereich, der später als Folie ausgeschnitten wird. Bei gezeichneten Motiven und Bildern mit wenigen Schatteneffekten erzielt diese Methode gute Ergebnisse.





2. Kantenerkennung – hier sucht das Programm nur nach Kanten, je höher der Wert, desto stärker werden Kanten erkannt. Diese Funktion ist gut, wenn man wenig ausgefüllte Flächen hat. Dünne Linien könnten beim Folienplot jedoch problematisch werden. Flächen können aber auch im Nachhinein ausgefüllt werden.






3. Farbquantisierung – hier ordnet das Programm das Bild nach Farben und bestimmt, ab welchem Farbwert das Bild als Pfad angesehen wird. Je nach Bild gibt es hier sehr unterschiedliche Ergebnisse. Einfach ausprobieren, wenn nötig das Bild umkehren (Kästchen „Bild invertieren“.






Je nach Bild kann man mit diesen Funktionen schon gute Ergebnisse erzielen. Meist sind jedoch noch kleine Ausbesserungen nötig.

In unserem Beispiel möchten wir unnötige Schatten entfernen.




Zum Ändern wechseln wir in die Pfadansicht. Dazu klicken wir auf das entsprechende Symbol in der linken Leiste. Nun erscheinen um unser Bild herum viele kleine Vierecke. Das sind die Steuerungspunkte, die die Vektorgrafik definieren und an denen sich später der Plotter orientieren wird. Mit ihnen lässt sich das Bild bearbeiten.



Um einen Teil des Bildes zu löschen, müssen wir sämtliche Pfadpunkte, die diesen Teil beschreiben, entfernen. Dazu markiert man einen Punkt und drückt die Entfernen Taste. Es lassen sich auch mehrere Punkte auf einmal markieren.

Die Punkte lassen sich auch verschieben. So kann man Linien verändern oder Füllbereiche verlagern. Für den Feinschliff des Bildes sollte man sich einige Zeit nehmen und immer im Hinterkopf behalten, dass viele verworrene Pfadpunkte das Plotten erschweren bzw. das Ergebnis verschlechtern.

Zum Schluss speichern wir noch das Bild ab (am besten als svg Datei) und schon kann die Datei abgeschickt und geplottet werden.



Sollten die Ergebnisse immer noch nicht perfekt geworden sein, gibt es nächste Woche eine Anleitung dazu, wie man Bilder in einer Vektorgrafik nachzeichnet.

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20.01.2010

Doppelt hält besser ...

... das wussten wir bereits aber dass es nach „Design“ aussieht, wussten auch wir bisher nicht!

Bis es eines Tages auf der Suche nach Neuigkeiten für EUCH "KLICK" machte.
Wir haben dann gleich den Test gemacht und können mit Stolz sagen: Eine der geilsten Ideen, die wir je hatten!

Jetzt neu bei Wohnfolie.de: Spiegelfolie!

"Ha", werdet ihr jetzt sagen, "alter Hut!". Aber habt ihr schon mal Spiegelfolie auf einen Spiegel geklebt? Das ergibt den absoluten Luxus-Effekt! Seht selbst!

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14.01.2010

Wie erstelle ich eine Vektordatei? – Tutorial Teil 1: Grundlagen

Wenn man online sein persönliches Wunschmotiv als Plot bestellen möchte, wie z.B. bei www.Pimplabel.com, kommt man nicht dran vorbei, dieses in eine Vektorgrafik umzuwandeln. Bei vielen hört es ab diesem Punkt schon auf, dabei ist es weder besonders schwer, noch dauert es sehr lange ein Motiv zu vektorisieren. Wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet und die wichtigsten Kniffe kennt, kann man schon mit wenig Aufwand beträchtliche Ergebnisse erzielen.

Vorerst wollen wir klären, was genau eine Vektorgrafik ist und was man beim Vektorisieren - speziell für Folienplots - beachten sollte.

Normalerweise hat man es bei Bildern am Computer mit Bitmap-Grafiken zu tun. Diese bestehen aus vielen kleinen Vierecken, so genannte Pixel, die jeder einen Farbwert besitzen. Im Großen bilden diese Pixel ein Bild, dass das menschliche Auge gut erkennen kann oder das von einem Drucker auf Papier mit kleinen Farbpunkten dargestellt wird. Vektorgrafiken dagegen besitzen keine Pixel. Sie enthalten Informationen über Objekte, Kanten und Ränder eines Bildes, vergleichbar mit einem Ausmalbild, wo nur die Ränder sichtbar sind. Außerdem wird noch festgelegt, ob und mit welcher Farbe diese Objekte und Ränder gefüllt sind. Es gibt viele Besonderheiten von Vektorgrafiken, aber wichtig für unsere Folienplots sind die Informationen über Ränder des Bildes. Diese können an einen Plotter (Ausschneider) weitergegeben werden, der dadurch weiß, wo und wie er sein Messer zu führen hat. Mit Pixeln kann dieser nämlich nicht viel anfangen.

Was heißt das jetzt für unser Vorhaben, ein Bild in eine Vektorgrafik umzuwandeln?
Die Frage ist eher daher zu beantworten, wie unsere Folie später aussehen soll. Oft will man vielleicht ein Foto, das man gern hat, auf einer Klebefolie verewigen. Das Problem bei Fotos ist, dass diese meistens keine neutralen Hintergrund haben und außerdem viele Details sowie umfangreiche Licht/Schatten-Effekte. Normalerweise fällt das bei einem mehrfarbigen Bild nicht auf, jedoch sollte man daran denken, dass bei einer Folie nur zwei Farben existieren – nämlich Folie und Untergrund. Eine Vorstellung davon bekommt man, wenn man ein Bild schwarz/weiß einfärbt und den Kontrast auf höchste Stufe stellt. Dann sieht das Bild oft gar nicht mehr schön aus und man erkennt kaum noch das eigentliche Motiv. Vieles lässt sich noch während des Vektorisierens ausbessern, wie Schatten oder ungerade Linien. Jedoch sollte man schon vorher bei der Auswahl des Bildes einige Dinge beachten:

  • Neutraler Hintergrund (es sei denn, er ist wichtig für das Bild), im Notfall das eigentliche Motiv aus dem Foto ausschneiden

  • Das Bild muss eventuell auch ohne kleine Details gut aussehen

  • Zu starke oder zu niedrige Kontraste machen das Bild schwer erkennbar

  • Eine hohe Auflösung ist immer von Vorteil


Außerdem sollte man an die technischen Grenzen denken, die ein Folienplotter hat. Bedingt durch die Dicke der Folie und die Genauigkeit des Plotters, lassen sich sehr feine Linien und kleine Ecken wie Rundungen nur schwer ausschneiden. Es kann eventuell zur Beschädigung der Folie, Problemen beim Aufkleben oder fehlerhaften Plots kommen, wenn detaillierte Motive in sehr kleinen Größen ausgeschnitten werden. In welcher Größe das Motiv hergestellt werden soll, muss also immer mit einberechnet werden.

Hier zwei Beispiele für ein schwieriges und ein gutes Motiv:

Schlecht: viele Details, zuviel im Hintergrund, zuviele Farben


So sieht das Ergebnis aus:



So ein Motiv lässt sich nicht plotten.

Besser dagegen: klaren Linien, wenig Farben und Schatten, wenig Details



Das Ergebnis:




Wenn man sich unsicher ist, kann man auch einfach mit dem Vektorisieren anfangen, dann fallen einem schnell Unzulänglichkeiten auf. Am Problematischsten sind Fotos. Gezeichnete Bilder lassen sich meist problemlos umwandeln.

Soviel zu den Vorüberlegungen. Nächste Woche starten wir dann mit der Erklärung, wie man ein Bild mit niedrigem Aufwand vektorisieren kann.

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