Wie erstelle ich eine Vektordatei? – Tutorial Teil 3: Vektorisieren durch Nachzeichnen
Letzte Woche wurde die Funktion zum automatischen Vektorisieren von Bildern vorgestellt. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass dabei die Ergebnisse je nach Vorlage stark variieren können und sich manche Motive nur schlecht umwandeln lassen. Für solche Fälle gibt es eine weitere Methode, ein Bild in eine Vektordatei umzuwandeln: das Nachzeichnen.
Beim Nachzeichnen legt man die Pfade eines Bildes selber fest, was sonst das Programm für einen erledigt. Dies klingt schwerer als es ist, denn eigentlich unterscheidet sich das Zeichnen einer Vektordatei nicht vom Zeichnen einer Bitmap Datei. Man zeichnet Linien um Pfade zu beschreiben und füllt diese nach Bedarf aus.
Das heißt aber auch, dass man, um gute Ergebnisse zu erzielen, ein gewisses zeichnerisches Talent mitbringen muss. Einfache Formen lassen sich noch relativ simpel umsetzen. Will man aber z.B. Fotos mit Personen darstellen, kommt man nicht drum herum, per Hand zu zeichnen. Mit der Maus ist dies meistens noch schwieriger, deswegen empfiehlt es sich, ein Grafik Tablett zu benutzen. Das alles ist sehr aufwändig und erfordert viel Können sowie Konzentration. Trotzdem ist das Nachzeichnen in manchen Fällen dem automatischen Vektorisieren vorzuziehen und gleichzeitig recht einfach.

Bei unserem Beispielbild sieht man, dass das automatische Vektorisieren nur schlecht funktioniert. Zu dunkle Farben, Schatten und Lichteffekte machen das Ergebnis entweder zu dunkel oder zu hell. Da es sich bei der Kugel aber um ein relativ simples Bild handelt, kann man es einfach per Hand umwandeln.
Zuerst wird die Vorlage ins Inkscape geladen. Dann legt man unter Ebene -> Ebene hinzufügen eine neue Ebene an. Deren Deckkraft setzt man unten links auf etwa „70“ runter. Dadurch scheint unsere Vorlage beim Zeichnen weiterhin durch, und wir können alles korrekt platzieren.

Da unsere Grundform eine Kugel ist, wählen wir in der linken Leiste das Tool für Kreise aus. Die ausgewählte Farbe sollte schwarz sein, da wir jetzt die Grundform erstellen, die später geplottet wird. Mit gedrückter linker Maustaste ziehen wir den Kreis auf die gewünschte Größe. Sollte noch nicht alles passen, wählt man in der linken Leiste den oberen Pfeil aus. Nun kann man durch anklicken und ziehen das Element beliebig strecken, ziehen und drehen. Wenn alles passt, erstellen wir die Lichteffekte und das Weiße auf der Kugel. Diese sind ebenfalls Kreise, die wieder beliebig in die richtige Form gezogen werden können. Da unsere Vorlage durchscheint, können wir die Formen direkt an sie anpassen.

Fehlt nur noch die Zahl auf der Kugel. Dafür wählen wir in der linken Leiste das Tool für Texte aus (großes A). Mit der linken Maustaste bestimmen wir den Bereich für den Text. Dann können wir die Zahl eingeben. Über das Menü Text -> Schrift und Text gelangen wir zur Auswahl von Schriftarten und Größenänderung. Hier lässt sich eine Schriftart auswählen, die dem Original nahe kommt.

Wenn man keine passende installiert hat, lassen sich viele Schriftarten im Internet finden, teilweise auch solche, die Originalmarken nachempfunden sind. Hat man etwas Passendes gefunden, kann man auch den Text in die richtige Position drehen.
Zum Schluss stellen wir wieder die Deckkraft unserer Zeichnung auf 100% und löschen die Vorlage.

Durch das Nachzeichnen konnten wir einen einfachen Gegenstand ohne störenden Hintergrund in einer Vektorgrafik darstellen. Wir müssten nicht einmal eine Linie per Hand zeichnen. Selbstverständlich ist dies nur bei so simplen Objekten wie einer Kugel möglich. Kompliziertere Motive nachzuzeichnen bedarf viel Übung und Zeit. Da ist es einfacher, die automatische Funktion zu benutzen und etwaige Ausbesserungen vorzunehmen.
Dieses Tutorial sollte nur einen kurzen Überblick über die Möglichkeiten geben, wie man mit Inkscape Bilder in Vektorgrafiken umwandeln kann. Es sollten einige Ideen und Anregungen zur Bildbearbeitung gegeben werden. Natürlich ist dies nicht alles, was es zum Vektorisieren zu sagen gibt. Wenn man sich weiter mit dem Thema beschäftigt, wird man mit der Zeit seine eigenen Tricks und Kniffe lernen.
Wir hoffen, das Tutorial konnte euch weiterhelfen und euch das ein oder andere beibringen.
Beim Nachzeichnen legt man die Pfade eines Bildes selber fest, was sonst das Programm für einen erledigt. Dies klingt schwerer als es ist, denn eigentlich unterscheidet sich das Zeichnen einer Vektordatei nicht vom Zeichnen einer Bitmap Datei. Man zeichnet Linien um Pfade zu beschreiben und füllt diese nach Bedarf aus.
Das heißt aber auch, dass man, um gute Ergebnisse zu erzielen, ein gewisses zeichnerisches Talent mitbringen muss. Einfache Formen lassen sich noch relativ simpel umsetzen. Will man aber z.B. Fotos mit Personen darstellen, kommt man nicht drum herum, per Hand zu zeichnen. Mit der Maus ist dies meistens noch schwieriger, deswegen empfiehlt es sich, ein Grafik Tablett zu benutzen. Das alles ist sehr aufwändig und erfordert viel Können sowie Konzentration. Trotzdem ist das Nachzeichnen in manchen Fällen dem automatischen Vektorisieren vorzuziehen und gleichzeitig recht einfach.

Bei unserem Beispielbild sieht man, dass das automatische Vektorisieren nur schlecht funktioniert. Zu dunkle Farben, Schatten und Lichteffekte machen das Ergebnis entweder zu dunkel oder zu hell. Da es sich bei der Kugel aber um ein relativ simples Bild handelt, kann man es einfach per Hand umwandeln.
Zuerst wird die Vorlage ins Inkscape geladen. Dann legt man unter Ebene -> Ebene hinzufügen eine neue Ebene an. Deren Deckkraft setzt man unten links auf etwa „70“ runter. Dadurch scheint unsere Vorlage beim Zeichnen weiterhin durch, und wir können alles korrekt platzieren.

Da unsere Grundform eine Kugel ist, wählen wir in der linken Leiste das Tool für Kreise aus. Die ausgewählte Farbe sollte schwarz sein, da wir jetzt die Grundform erstellen, die später geplottet wird. Mit gedrückter linker Maustaste ziehen wir den Kreis auf die gewünschte Größe. Sollte noch nicht alles passen, wählt man in der linken Leiste den oberen Pfeil aus. Nun kann man durch anklicken und ziehen das Element beliebig strecken, ziehen und drehen. Wenn alles passt, erstellen wir die Lichteffekte und das Weiße auf der Kugel. Diese sind ebenfalls Kreise, die wieder beliebig in die richtige Form gezogen werden können. Da unsere Vorlage durchscheint, können wir die Formen direkt an sie anpassen.

Fehlt nur noch die Zahl auf der Kugel. Dafür wählen wir in der linken Leiste das Tool für Texte aus (großes A). Mit der linken Maustaste bestimmen wir den Bereich für den Text. Dann können wir die Zahl eingeben. Über das Menü Text -> Schrift und Text gelangen wir zur Auswahl von Schriftarten und Größenänderung. Hier lässt sich eine Schriftart auswählen, die dem Original nahe kommt.

Wenn man keine passende installiert hat, lassen sich viele Schriftarten im Internet finden, teilweise auch solche, die Originalmarken nachempfunden sind. Hat man etwas Passendes gefunden, kann man auch den Text in die richtige Position drehen.
Zum Schluss stellen wir wieder die Deckkraft unserer Zeichnung auf 100% und löschen die Vorlage.

Durch das Nachzeichnen konnten wir einen einfachen Gegenstand ohne störenden Hintergrund in einer Vektorgrafik darstellen. Wir müssten nicht einmal eine Linie per Hand zeichnen. Selbstverständlich ist dies nur bei so simplen Objekten wie einer Kugel möglich. Kompliziertere Motive nachzuzeichnen bedarf viel Übung und Zeit. Da ist es einfacher, die automatische Funktion zu benutzen und etwaige Ausbesserungen vorzunehmen.
Dieses Tutorial sollte nur einen kurzen Überblick über die Möglichkeiten geben, wie man mit Inkscape Bilder in Vektorgrafiken umwandeln kann. Es sollten einige Ideen und Anregungen zur Bildbearbeitung gegeben werden. Natürlich ist dies nicht alles, was es zum Vektorisieren zu sagen gibt. Wenn man sich weiter mit dem Thema beschäftigt, wird man mit der Zeit seine eigenen Tricks und Kniffe lernen.
Wir hoffen, das Tutorial konnte euch weiterhelfen und euch das ein oder andere beibringen.


